Mord vor dem Winterschlaf
Krimi-Dinner für 5 bis 7 Personen im herbstlichen Tierwald
- Spieleranzahl
- 5–7 Personen
- Dauer
- ca. 3 Std.
- Schwierigkeit
- Mittel
- Ab 12 Jahren
- Besetzung: 3 männlich, 3 weiblich, 1 frei besetzbar
- 2 Rollen optional
- Gastgeber:in spielt mit
Inhaltshinweise: Ein Tod durch Gift (nur angedeutet, nichts Blutiges), Diebstahl und Betrug unter Tieren
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Worum geht es?
Letzter Samstag im Oktober, der erste Bodenfrost liegt auf dem Moos. In seiner Höhle „Zur Honigtatze“ gibt Bruno Bär das Abschiedsmahl vor dem Winterschlaf: Honigwein, Pilzkränze, eine lange Tafel. Alle am Tisch sind sprechende Waldtiere, und fast jedes hat etwas zu verbergen. Kurz nach dem Toast ist die Stimmung dahin, und niemand kann den Wald verlassen, bevor der Waldrat im Morgengrauen eintrifft.
Das Kit hat sieben Rollen: Bär, Reh, Fuchs, Elster, Dachs, Eichhörnchen und Maus. Jede Rolle hat eine Vorgeschichte, Beobachtungen und ein kleines Geheimnis, das aus ihrem Wesen kommt: Die Elster liebt alles, was glänzt, das Eichhörnchen zählt Eicheln, der Dachs gräbt Gänge. In drei Runden vergleicht ihr Zeiten und Wege, zwei Requisiten kommen auf den Tisch, zweimal meldet sich die Waldärztin mit neuen Erkenntnissen. Am Ende klagt jeder an, dann wird die versiegelte Auflösung geöffnet.
Der Ton ist humorvoll, der Fall von mittlerer Schwierigkeit, der Abend dauert etwa drei Stunden. Wer genau zuhört und Uhrzeiten nebeneinanderlegt, kommt der Lösung auf die Spur. Der Gastgeber spielt mit: Das Heft der Spielleitung enthält keine Lösung. Der Abend lässt sich mit fünf, sechs oder sieben Personen spielen; für fünf und sechs gibt es versiegelte Anleitungen, die sagen, was du zusätzlich vorliest.
Das Kit gibt es als Druckversion mit einem Rollenheft je Figur, das du selbst druckst und faltest, und als Digitalversion im Handyformat zum Verschicken.
Die Figuren

Bruno Bär
Waldältester, Honigbrauer und Gastgeber der „Honigtatze“
Bruno ist groß, gutmütig und von Natur aus müde; seit Wochen sehnt er sich nach seinem Winterschlaf. Sein Honigwein ist im ganzen Wald berühmt, sein Gedächtnis im Herbst eher nicht.

Mika Reh
Postläufer*in des Waldes
Mika trägt die Post durch den ganzen Wald und kennt jeden Pfad und jeden Absender. Mika ist schneller auf den Läufen als im Gespräch, aber nicht viel, und zuckt bei jedem Knacken im Unterholz zusammen.

Frieda Fuchs
Fährtenleserin und Waldpolizistin ehrenhalber
Frieda liest Spuren wie andere Zeitung. Weil sie ein Fuchs ist, wird sie bei jeder Missetat im Wald zuerst verdächtigt, und sie nimmt es mit trockenem Humor.

Hanna Elster
Trödlerin und Sammlerin (alles, was glänzt)
Hanna handelt mit allem, was glitzert, klappert oder bei den Zweibeinern im Müll gelandet ist. Sie redet schnell, schmeichelt gern und hat für jedes Stück eine Geschichte, meistens eine bessere als das Stück.

Dieter Dachs
Baumeister für Erd- und Tiefbau
Dieter gräbt Gänge, die halten, und hasst Pfusch, wo immer er ihn findet. Er sagt selten mehr als nötig, und was er sagt, lässt sich meist nachmessen.

Egon Eichhörnchen
Speichermeister des Gemeinschaftsspeichers
Egon führt die Bücher über den Wintervorrat des ganzen Waldes und weiß zu jeder Stunde, wie viele Eicheln wo liegen. Er redet schnell, zählt ständig und ist überzeugt, dass ohne ihn der Winter gar nicht stattfände.

Maria Maus
Kräutersammlerin und Teelieferantin
Maria kennt jedes Kraut im Wald und liefert ihren Tee an die halbe Nachbarschaft. Sie ist klein, leise und höflich, und wenn im Wald etwas fehlt, schauen alle zuerst auf sie.




